Was krabbelt denn da?

Nach dem Schock des Pfingtswochenendes war letzte Woche Rettung angesagt. Aufgrund der frühen Hitze (wir haben hier in Wien seit Wochen über 25 Grad, auf dem Balkon um die 30) fangen heuer die Wehwechen und Problemchen besonders früh an. Zum Glück habe ich in den letzten Jahren einiges an Erfahrungen und Werkzeug gesammelt ;-).

Zeit spielt hier eine ganz wesentliche Rolle: haben sich die Probleme „vermehrt“, wird man sie schwer wieder los.  Mit ein paar Läusen können die Pflanzen auch ganz gut leben, eine Invasion dagegen kann das Ende bedeuten. Tägliche Kontrollen sind also sehr wichtig, um gleich reagieren zu können. Jetzt dass der Balkongarten angelegt ist, ist der tägliche Rundgang ohnehin ein Genuss.

Ich habe es auf meinem Balkon in der Regel mit drei Feinden zu tun: Blattläusen, Spinnmilben und (im geringen Ausmaß) Pilzkrankheiten. Da ich viel Wert auf Natürlichkeit im „Garten“ lege, kommt die Chemiekeule bei mir nicht in Frage. Also was tun?

  • Gegen Läuse hat sich das „Duschen“ sehr bewährt. Falls die Topfpflanzen noch transportierbar sind, kommen sie unter die Dusche, und die Läuse werde einfach „mechanisch“ entfernt. Falls das nicht mehr geht, und sie noch nicht zu zahlreich sind, entferne ich sie mit feuchter Küchenrolle. Wenn das alles nicht mehr hilft, werden die Pflanzen mit Seifenwasser besprüht.
  • Gegen Spinnmilben ist eine schnelle Reaktion angesagt, sie sind richtig fies! Sie vermehren sich bei heißem und trockenem Wetter besonders schnell, und mögen hohe Luftfeuchtigkeit gar nicht. Duschen und regelmäßiges Spritzen mit bloßem Wasser hilft da schon viel. Wenn das nicht reicht, kriegen die Pflanzen ein Plastiksackerl oder eine Folie übergestülpt (ein Paar Löcher zum Atmen nicht vergessen), das regelmäßig mit Wasser besprüht wird. Wichtig dabei ist, die angeschlagenen Pflanzen ein paar Tage vor der Sonne zu schützen. Wenn man schnell reagiert, zeigt sich bald der Erfolg und die Pflanze erholt sich.
  • Gegen Pilzkrankheiten, die sich mit einem weißen „Pilzbelag“ auf den Blättern mancher Pflanzen (Minze und Salbei zum Beispiel) manifestiert, verwende ich Schachtelhalmextrakt, um die Pflanzen zu stärken. Die befallenen Blätter werden entfernt und in den normalen Mistkübel entsorgt (nicht in den Kompost).
  • Generell besprühe ich meine Pflanzen regelmäßig mit Brennesseljauche (muffelt ein wenig, der Geruch verflüchtigt sich aber ganz schnell wieder), was gegen alle saugende Schädlinge gleichermaßen hilft.

Mit diesen einfachen Mitteln habe ich bisher gute Erfolge gehabt, und das ganz ohne Chemie. Eins darf man dazu natürlich nicht vergessen: je stärker und gesunder die Pflanzen sind, desto widerstandsfähiger sind sie gegen Krankheiten und Schädlinge.

Autor:

Wiener Balkongärtnerin

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